Hoppeditz Erwachen und Prinzenkürung am 15. November 2014

 
     
 

Recht voll ist die Halle "Brorsstraße" an diesem Abend.

Den stimmungsvollen Auftakt der Veranstaltung meistert die Gruppe "Solala" aus Wegberg mit einem Potpourri an Kölschen Liedern. Weltoffen wie die Unterbacher nun mal sind, sind die meisten auch textsicher und singen lauthals mit. Es wird geklatscht, die Arme geschwenkt und geschunkelt. Der Einstieg ist geschafft. 

Part 2 übernehmen die Mädchen der Tanzgarde weiß/rot. Zahlenmäßig dezimiert, weil viele, die im Vorjahr noch dabei waren, nun in der großen Garde mittanzen. Doch schmissig und mit viel Elan legen sie los und füllen mit ihrem Gardetanz die Bühne. Applaus und verdiente Zugabe sind der Lohn. 

Die Tanzgarde Rot/Weiß lässt ihre Beine in gewohnt professioneller Manier fliegen. Und das, obwohl sie auf ihren "starken Mann" in diesem Jahr verzichten muss.  

Wie in jedem Jahr verleihen auch die Ehrenritter auf dieser Veranstaltung ihren Orden. In bester Nobelpreistradition geht in diesem Jahr erstmalig der Preis nicht an eine einzelne Person, sondern gleich an drei! Es sind Dorothe Emde, Petra Steinhoff und Karin Kremer, die seit vielen Jahren die drei Tanzgarden des Vereins trainieren. Ohne diese geballte Tanzpower wäre der Verein schließlich um ein bezauberndes Aushängeschild ärmer! 

Ein Problem ist in diesem Jahr der Hoppeditz! Mit der Veranstaltung im Vorjahr trat der langjährige Akteur dieser Figur, Norbert Fuchs, zurück. Die Frage im Saal: Gibt es einen Nachfolger? Wer könnte das sein? Wie "gut" ist er? Kann er diese Lücke füllen? Viele Fragen, als der neue Hoppeditz noch in seiner Kiste mit seinem Vortrag beginnt. Ein Aufschrei des Erkennens im Saal als der Deckel auffliegt: Es ist Diakon Georg Braun! Der kennt natürlich Unterbach und war vor einigen Jahren selbst auch Prinz.

In seinem Vortrag nimmt er viel Fragen, Ungereimtheiten, Ich-bezogene Personen und den Klüngel in Unterbach und Düsseldorf aufs Korn. Und seine Absätze enden immer mit: "... der meint ja nicht mich."

Tosender Applaus am Ende, ein begeisterter Saal, ein glücklicher Redner, stehendes Publikum und sicher auch ein zufriedener KA setzen den Endpunkt der Rede. Übergabe geglückt, den Staffelstab weitergegeben.

Natürlich gab es eine Zugabe für die tobenden Massen. 

Fred van Halen und Akki sind wohl jedem bekannt. Seit vielen Jahren sind die beiden ein Garant für Lacher. In bewährter Manier zieht er sein Programm durch, bringt seine erfolgreichen, aber auch bekannten Gags. Trotzdem ist er eine Bereicherung für die Veranstaltung - wobei etwas kürzer mehr gewesen wäre. 

"Heidi und die Holzhackerbuam" Was soll man sich darunter vorstellen????

Eine leichte Vorahnung gibt es als "Heidi", spargeldürr und über 2 Meter groß, zu klassischer bayrischer Volksmusik in irrwitzigem Tempo über die Bühne und durch den Saal rast, ihre beiden Holzhackerbuam zu immer schnelleren Arbeit antreibt und dies mit Waffengewalt und dem Einsatz einer (Spielzeug)Kettensäge weiter forciert.

Hier passiert ein kleines Missgeschick und Heidi muss fortan kopflos durchs Leben geh´n. Der Saal tobt und auch mein Nebenmann brüllt mir laufend lautstark ins Ohr: "Das ist irre, sowas hab´ ich noch nie gesehn!"

Nach der "Demaskierung" stellt sich heraus: in den Kostümen stecken Vater und Sohn. Hochachtung vor dieser Leistung!

 Der andere Höhepunkt des Abends ist die Kürung des neuen Prinzenpaares. Bekannt sind Prinz Daniel (Hein) und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Jessica natürlich schon seit dem Vorstellabend. Das stimmt aber nicht so ganz, denn Daniel ist über viele Jahre Tanzoffizier der Garde Rot/Weiß gewesen. Mit großem Prunk bekamen die beiden die Insignien ihrer Regentschaft überreicht.

Besonders Jessica war ganz überwältigt von der begeisterten Aufnahme als neue Prinzessin, dass die vor Rührung kaum ein Wort herausbrachte. Aber nichts sagen können sagt ja einiges über die wahren Gefühle aus! 

BOB, die Band Ohne Bart bringt jetzt noch einmal die Stimmung zum Kochen. Genug bekannte Hits hat die Gruppe ja. Und ihr neustes Lied heißt "Tretbootfahrn". Und wo findet das statt? Natürlich am U-See. Also ein Song, der ins Reportire eines jeden Unterbachers gehört!

Nach diesem Spektakel ist jedoch sehr schnell Schluss! Das Auditorium hat sich inzwischen sehr merklich geleert und das Prinzenpaar sitzt noch etwas verloren in seinem Thronbereich auf der Bühne - für einen Auszug vor großem Publikum hat es nicht mehr gereicht.

Egal! Es war ein wunderbarer Abend mit viel Stimmung, tollen Akteuren auf der Bühne und ein gelungener Start in die neue Session.

 

 
 

 
 
Tanzgarde Weiß/Rot
 
Band: Solala
 
Heidi und die Hozhackerbuam
 
Ehrenritter, Laudatio und Ordensverleihung
 
Fred van Halen und Akki

Auftritt Hoppeditz
 

Einzug des Prinzenpaares und aller Gruppen des Unterbacher KArnevals

 
Prinzenkürung
 
Tanzgarde Rot/Weiß
 
BOB - Band Ohne Bart